14.3.23 Brandenburg an der Havel

 Dienstag 14.3.

Es ist Dienstag und ich habe mal wieder in Brandenburg im Landratsamt zu tun. Diesmal nehm ich den Weg über den Neustädtischen Friedhof. Der Name lässt vermuten, dass es auch eine Altstadt gibt.

Brandenburg bestand nämlich früher aus zwei Städten, der Altstadt nördlich der Havel bzw. auf der Insel, und Neustadt südlich davon. Die Altstadt geht noch auf die Slawen zurück (vor 1000 v. Chr.), die Neustadt kam im Mittelalter (um 1200) dazu, vereint wurden die beiden im 18. Jhdt. 

Eine Grabanlage ist mir besonders aufgefallen, die der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Ich hab ein bißchen nachgeforscht. Vöcklabruck liegt eigentlich in Österreich, da ist das Mutterhaus. Aber die Schwestern betreiben hier in Brandenburg eine Schule und sind u.a. auch in Kasachstan tätig.

 

Wenn man durch den Friedhof durch ist, landet man nördlich davon wieder bei den ehemaligen Brennabor-Werken, das hatten wir neulich schon (Kinderwagen, Fahrräder, Kraftwagen und Motorräder), aber heute ist das Wetter besser und man kann das Ausmaß der alten Fabrikanlagen besser erahnen. Die sind jetzt über 100 Jahre alt und immer noch schön.



 

Auf dem Rückweg mach ich einen kleinen Schlenker und komme an einem anderen Friedhof vorbei.

Es handelt sich um den ehemaligen Friedhof der jüdischen Gemeinde, der beinahe einmal zum Sportplatz für Brennabor geworden wäre, wenn nicht das Kriegsende dazwischen gekommen wäre. In der DDR wurde dann dort eine Gedenkstätte errichtet und heute ist es Holocaustgedenkstätte. Auf der linken Namenstafel steht als Überschrift: "Vom Transport nach Warschau sind nicht zurückgekehrt" und rechts: "Vom Transport nach Theresienstadt...."


 

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